Wie Co-Founder, Führungstandems und Geschäftspartner ihre Stärken optimal kombinieren

Warum viele Co-Founder nicht an Strategie, sondern an Persönlichkeitsunterschieden scheitern

In meiner Wahrnehmung steht meist die Business Idee im Vordergrund, wenn man ein gemeinsames Projekt startet. Man hat einen Traum, eine Vision. Man hat einen spezifischen Markt und Produktnutzen im Blick. Die Zielgruppe wird klar definiert. Dann werden Zahlen geschätzt und wie sich Investment und erste Einnahmen entwickeln können. Alles Standardelemente eines Business-Plans.
Wo eher nicht hingeschaut wird ist, ob die Zusammenarbeit mit der Person auch den täglichen Herausforderungen des Gründungs- oder Unternehmer-Alltags standhält. Können wir über die Vision hinaus dauerhaft miteinander arbeiten? Was sind wir jenseits unser Begeisterung und Motivation für das gemeinsame Business? Wie stellen wir uns das eigentlich genau vor, wenn es mal läuft? Oder, wenn nicht?

Häufige Konflikte zwischen Führungstandems (aus Sicht der Stärkenanalyse)

Wir alle haben spezifische Muster, wie wir denken, fühlen und uns verhalten und was uns Energie gibt. Um so mehr wir davon nutzen können, um so engagierter, motivierter und oft auch leistungsfähiger sind wir im beruflichen Alltag. Was aber wenn unser Ansatz ein fundamental anderer ist, als der unseres Geschäftspartners oder Co-Leads?

Beispielsweise…

  • Die Zukunftsvisionärin, die eine innovative Idee nach der anderen raushaut und die operative Umsetzerin, die das Alltagsgeschäft wuppt
  • Der behutsame Abwäger, der alle Risiken im Blick haben möchte und der tatkräftige Starter, der lieber macht als lange zu reden
  • Der People-Pleaser, der menschenorientiert führen möchte und die rationale Entscheiderin, die toughe Businessstrategien vertreten muss

Nur einige der ‚typischen‘ Paare, die mir in beruflichen Stärkencoachings und -workshops begegnet sind. Und auch das klingt schon fast nach schwarz-weiß. Dazwischen gibt es viele Facetten wie schon die Top-Stärken einer einzelnen Person miteinander korrelieren können, wie sie sich unter Stress zeigen oder durch Werte geprägt werden.

Was passiert, wenn zwei sehr ähnliche Stärken aufeinandertreffen

Man meint, dann sollte es ja weniger Reibungen geben, wenn man gleich tickt? Aber genau wie zu viel Reibung ist auch zu wenig Reibung nicht immer gut.
Gerade die gegenseitige Ergänzung hilft beruflichen Teams viele verschiedene Aspekte der wirtschaftlichen Tätigkeit abzudecken. Oft gibt es Situationen, wo nicht klar ist, wie damit umzugehen ist. Unterschiedliche Sichtweisen, Stressresistenz, Resilienzfaktoren können zu gegenseitiger Unterstützung in schwierigen Zeiten helfen.

So nutzt ihr eure CliftonStrengths als Führungsteam

Bevor ihr sie nutzen könnt, müsst ihr euch eurer Stärken und der damit verbundenen Herausforderungen und Schattenseiten erstmal bewusst werden. Hierzu bietet sich eine bewährte Stärkenanalyse z.B. CliftonStrengths an. Ihr erhaltet umfangreiche Report mit einem Ranking eurer Top-Stärken, eine Definition und die Erfolgskriterien der Stärken, welche Maßnahmen zur bewussten aber auch balancierten Nutzung ergriffen werden sollten. In einem Stärkencoaching beleuchten wir die Stärken gemeinsam, suchen Anknüpfungspunkte in eurem beruflichen und privaten Alltag und schauen, wo euch die Stärken auch mal im Weg stehen.
Dies kann individuell oder direkt gemeinsam mit eurer:m beruflichen Partner:in geschehen.
Wir legen dann eure Top-Stärken nebeneinander und gleichen ab. Wo tickt ihr ähnlich – hat das Fallstricke? Wo seid ihr unterschiedlich – und ergänzt euch gut oder bremst euch damit aus?
Am Ende sammeln wir Maßnahmen, wie ihr eure individuellen Stärken am besten in der beruflichen Partnerschaft nutzen könnt, wo wertschätzende Anerkennung oder aber konstruktives Korrektiv nötig ist und wie ihr euch am besten gemeinsam aufstellen könnt.